Huskies erobern auch in Köln zwei Punkte

Das "Rückspiel" bei den Kölner Haien konnten die Kassel Huskies dank Mikeschs Penaltytreffer erneut mit dem Zusatzpunkt für sich entscheiden. Dabei sahen sie sich dieses mal Kölnern gegenüber, die aufgrund der größeren Spielanteile das Remis nach 60 Minuten verdient hatten. Die Kasseler setzten ein gutes Spiel, großen Kampfgeist und sehr gute Chancenauswertung dagegen, so dass nach dem positiven Ende auch der zwischenzeitlichen 2:0-Führung nicht nachgetrauert werden muss.

Im zweiten Aufeinandertreffen zwischen Huskies und Haien innerhalb von drei Tagen übernahmen zunächst die Kasseler das Spielgeschehen und hatten durch Robitaille (3.) sowie Loth (4.) gute Möglichkeiten, doch beide hatten das Visier noch nicht genau genug eingestellt, so dass die Schüsse knapp am Kölner Tor vorbei bzw. darüber gingen. Danach fanden aber die Gastgeber besser in die Partie, was ebenfalls zu Chancen führte, die jedoch von Peacock (6.) und Boos (8.) vergeben wurden. Die beste Gelegenheit zur Führung für die Haie hatte in der 11. Minute Kölns Youngster Kink, der allerdings den unverhofft von der Bande zurückprallenden Puck mit der Rückhand am fast leeren Huskies-Gehäuse vorbei setzte. Wenig später scheiterte dann Norris an Kasssels Keeper Parent (13.), der auch bei Unterzahl des eigenen Teams vor der Pause gegen Schlegel und McLlwains Nachschuss glänzend reagierte (19.). Dazwischen resultierte die einzige nennenswerte Chance der Gäste aus einem Powerplay aufgrund Wrights Schlagschuss, der aber sichere Beute von Rogles im Haie-Kasten wurde (14.). Den Mittelabschnitt eröffnete Lewandowski mit seinem Schuss auf Parent, doch der war erneut zur Stelle und verhinderte des Rückstand der Huskies (22.). Anschließend musste Nilsson auf die Kölner Strafbank und das nutzten die Nordhessen eiskalt aus: erst scheiterten noch Robitaille und Neuzugang Lipiansky, der aber wenige Sekunden danach mit seinem Treffer zum 0:1 einen Einstand nach Maß bei den Fuldastädtren feierte (26.). Die Kölner waren dennoch auch in diesem Drittel die aktivere Mannschaft, verpassten im Gegensatz zu ihrem Gegner allerdings, die sich bietenden Überzahlsituationen in Tore umzumünzen. So musste Hicks sich von Parent geschlagen geben, der zwar die Hartgummischeibe hinter dem Tor durchrutschen ließ, aber bei dem Schuss des Stürmers wieder zur Stelle war (27.). Weitere hervorragende Möglichkeiten der Haie durch Hospelt und vor allem Sundblad machte Parent in der 31. Minute mit guten Paraden ebenfalls zu nichte. Als der Goalie dann endlich geschlagen war und die Hausherren bereits jubelten, hatten sie sich jedoch zu früh gefreut, denn Schiedsrichter Rademaker hatte zuvor wegen Torraumabseits abgepfiffen (34.). Nach der zweiten Pause durften die Huskies mit doppelter Überzahl agieren, konnten aber daraus kein Kapital schlagen und mussten in der Folge drei Mal in Unterzahl agieren. Doch wie schon in den vorangegangen Dritteln, traten sie kompakt auf und konnten mit ihrem bissigen Spiel einen Gegentreffer verhindern, obwohl es lichterloh vor Parents Kasten brannte. Doch er und seine Mitstreiter Robitaill und Wright warfen sich in die Kölner Schüsse bzw. rettete der Pfosten bei Werenkas Knaller für die Huskies. Und was die Haie nicht schafften, gelang den Gästen durch Serikows Direktabnahme zum 0:2 (49.). Aber die Domstädter gaben nicht auf, übten weiter Druck auf die Huskies aus und wurden endlich belohnt, denn Elicks Schlagschuss zum 1:2 war auch für Parent nicht zu halten (55.). Dieser Anschlusstreffer ließ die Kölner nachsetzen und Leahy konnte in der 58. Minute den verdienten 2:2-Ausgleich erzielen. So ging auch das heutige Spiel ins Penaltyschießen, das erst der 14. Schütze, Kassels Mikesch zugunsten der Nordhessen entschied. Davor hatten Derraugh und Mikesch für Kassel sowie Leahy und Hock für Köln getroffen.


Kölner Haie - Kassel Huskies 2:3 n.P. (0:1/0:0/2:1/0:1)

Tore:    0:1 (25:13) Lipiansky (Serikow, Wahlberg - 5:4),
            0:2 (48:44) Serikow (Wahlberg),

            1:2 (54:37) Elick (McLlwain, Peacock - 4:4),
            2:2 (57:31) Leahy (Hicks, Peacock),
            2:3 (60:00) Mikesch GWS


Strafzeiten: Köln 18 - Kassel 18        Schiedsrichter: Rademaker (Krefeld)        Zuschauer: 7977


 

Die Kölnarena - eine bombastische Eishalle!





Ein phänomenaler Ausblick auf die Eisfläche...





...kann schon ein bisschen neidisch machen, wenn man die Kölnarena und die Eissporthalle Kassel vergleicht.





Sämtlicher technische Schnickschnack und alles auf dem neuesten Stand.





Allein einmal in dieser Halle gewesen zu sein, ist die Fahrt nach Köln wert: Man muss einfach einmal hier gewesen sein!





Allerdings gibt's überall wo Licht ist, auch Schatten: Ein hervorragend haltender Rich "Bernie" Parent (der hier die Haie am Punkten hindert) hätte - ebenso wie alle angereisten Huskie-Fans - noch mehr Spaß gehabt, wenn die Stimmung auch nur annähernd so gut gewesen wäre, wie in der Eissporthalle Kassel (übrigens bekommt man in Kassel auch wesentlich schneller seine Getränke). Kleine Tipp für die Fans der Haie: Kommt mal nach Kassel und lasst Euch von den Fans der Huskies mal zeigen, wie man richtig Stimmung in einer Halle macht!

 

 


HNA-Online vom 08.01.2003 (HomePage: www.hna.de)

Mikesch behält die Nerven 

KÖLN. Am Sonntag im Heimspiel ein 4:3-Sieg nach Penaltyschießen, am Dienstag ein Erfolg in der KölnArena. Die Kassel Huskies setzten sich in der deutschen Eishockey-Liga mit 3:2 (0:0, 1:0, 1:0  /  1:0) nach Penaltyschießen bei den Kölner Haien durch und knöpften damit der Mannschaft ihres ehemaligen Trainers Hans Zach in der laufenden Saison bereits sieben Punkte ab. Den entscheidenden Treffer für die Kasseler erzielte Pat Mikesch mit dem insgesamt 14. Penalty. Letztlich ein verdienter Erfolg der Huskies, spielte das Team von Gunnar Leidborg in einer keineswegs hochklassigen Partie doch wesentlich disziplinierter.

Klare Torchancen waren im ersten Drittel Mangelware. Lediglich einmal hatten die Kölner Gastgeber den Hauch einer Möglichkeit, doch konnte Dave McLlwain diese nach einem „Gestocher“ in der 18. Minute während eines leichten Powerplays der Domstädter vor dem Husky-Gehäuse von Rich Parent nicht nutzen. Ansonsten war man auf beiden Seiten bedacht, den Gegner nicht zum Zuge kommen zu lassen, Defensive bestimmte die Partie. Beide Mannschaften gingen lange Laufwege, doch Dampf war nie so richtig im Spiel.

Einen recht guten Eindruck im Trikot der Kasseler Schlittenhunde hinterließ Neuzugang Jan Lipiansky. Der Slowake nutzte im Mitteldrittel auch ein Überzahlspiel der Huskies und erzielte nach Vorarbeit von Alexander Serikow und Mikael Wahlberg die Führung für die Kasseler (25.). Packende Angriffsszenen gab es im zweiten Drittel allerdings auch immer nur dann, wenn Überzahlspiel angesagt war. Ansonsten blieb die Partie einiges schuldig und war in keiner Phase mit dem Spiel vom Sonntag zu vergleichen. In das Schlussdrittel gingen die Leidborg-Schützlingen für 1:55 Minuten mit einer 5:3-Überzahl, konnten diesen Vorteil allerdings nicht nutzen. Doch gut elf Minuten vor der Schlusssirene schossen die Huskies trotzdem das 2:0. Lipianksy hatte gerade wieder die Strafbank verlassen, da vollstreckte Serikow auf Zuspiel von Wahlberg.

Unnötig dann der Anschlusstreffer der Kölner durch Mickey Elick, als die Kasseler bei vier gegen vier ins Schwimmen geraten waren. Doch es kam noch schlimmer, als Tim Leahy 149 Sekunden vor Schluss nach einem Break unhaltbar zum 2:2 einschoss. Für das verdiente Happyend aus Kasseler Sicht sorgte dann aber noch Pat Mikesch.

Tore: 0:1 (25:13 - 4:5) Lipiansky (Serikow, Wahlberg), 0:2 (48:44) Serikow (Wahlberg), 1:2 (54:37) Elick (McLlwain, Peacock - 4:4), 2:2 (57:31) Leahy (Hicks). SR: Rademaker (Krefeld). Z: 7977. Strafminuten: 18 - 18.

 


DEL-HomePage: www.del.org
07.01.2003

Eisbären und Kassel mit Penalty-Siegen

In Hamburg schaute unter 12.596 Besuchern (ausverkauft) auch US-Milliardär Philip Anschutz persönlich seinen beiden DEL-Klubs zu. Der Besitzer der Freezers und Eisbären brauchte sein Kommen nicht zu bereuen. Hamburg bot sein bestes Heimspiel der Saison, Berlin bewies nach einem 0:3 Charakter und Moral. Schneider (8.) und Belanger (9.) trafen binnen 32 Sekunden zwei Mal in Unterzahl. Abstreiter (14.) machte das 3:0. Für die Gäste erzielten zwei Mal Roberts (19./53.) und Fairchild (27.) den Ausgleich.

Dritte Niederlage in Folge für die Haie

In Köln kassierte der Meister seine dritte Niederlage in Folge. Kassels slowakischer Neuzugang Jan Lipiansky (26.) erzielte bei seinem Debüt für die Hessen im Mitteldrittel die Führung. Alexander Serikow traf vor zum 2:0. Immerhin gelangen Elick (55.) und Leahy (58.) noch der Ausgleich.

Köln musste ohne seinen verletzten Kapitän Mirko Lüdemann und den gesperrten Nationalverteidiger Andreas Renz auskommen, der sich am Sonntag eine Spieldauerstrafe nach einem Foul gegen Kassels Alexander Cherbayev eingehandelt hatte. In dieser Szene erlitt Cherbayev einen Handwurzelbruch und fällt nach einer Operation möglicherweise bis zum Saisonende aus.

 


Kölner Haie-Online vom Dienstag, 07.01.2003 (HomePage: www.haie.de)

Haie verlieren zum neunten Mal in dieser Saison im Penaltyschießen

Der KEC hat auch das dritte DEL-Spiel in diesem Jahr nach Penaltyschießen verloren. Am Dienstag Abend misslang den Haien bei der 2:3 Penalty-Niederlage gegen die Kassel Huskies die Revanche für den am Sonntag erlittenen Misserfolg in Nordhessen (3:4 n.P.).

Es war bereits die neunte shoot-out-Niederlage der Haie in dieser Saison, bei zwei Penalty-Siegen. Dennoch zeigte das Team von Trainer Hans Zach vor 7.977 Zuschauern in der Kölnarena eine kämpferisch ansprechende Leistung. Einen 0:2-Rückstand durch zwei Tore des Kasslers Serikow (25., 49.), der beim 0:1 im Powerplay erfolgreich war, egalisierte der KEC dank eines beeindruckenden Schluss-Spurts. Tore von Elick (55.) und Leahy (58.) sorgten für den Ausgleich.

Im Penaltyschießen bedurfte es 14 Schützen, ehe Mikesch zum Sieg für Kassel traf. Zuvor hatten Leahy und Hock für Köln sowie Derraugh und erstmals Mikesch getroffen.

Am Freitag erwarten die Haie den ERC Ingolstadt in der Kölnarena (19.30 Uhr).