Eisbären siegen seit langer Zeit in Kassel

Im Spiel gegen den Tabellenführer aus Berlin präsentierten sich die Kassel Huskies nach der Schlappe vom Freitag gut erholt und ließen sich auch nicht von der relativ frühen Führung der Eisbären schocken. Die ausgeglichene und gute Begegnung wurde letztendlich aufgrund der cleveren und konsequenten Chancenverwertung der Gäste entschieden.

Vorsichtiges Abtasten war von beiden Teams in der Anfangsphase angesagt. Verständlich, da die Huskies in Hannover den Start regelrecht verschliefen und die Eisbären in Kassel zuletzt im Februar 1997 während der regulären Spielzeit siegten. Die Kasseler zeigten sich allerdings von der 1. Sekunde an hellwach und ließen dem erfolgreichsten Sturm der Liga keine Torchance. Das gleiche galt aber auch für die Berliner, die genauso sicher in der Defensive standen. So ergab das erste Powerplay die erste Chance und zugleich das 0:1. Roberts verpasste zunächst freistehend das von Parent gehütete Huskies-Tor, traf aber mit dem zweiten Versuch zur Führung der Eisbären (5.). Dieser Treffer tat der Partie gut, denn die Huskies öffneten nun ihren Abwehrriegel und Eisbären-Keeper Jonas hatte einige Schüsse abzuwehren. Doch auch die Gastgeber nutzten eine Strafzeit des Berliners Aldridge und Peterson erzielte mit seinem Schlagschuss aus halblinker Position den Ausgleich (15.). Der wiederum gab den Nordhessen sichtlich auftrieb. Cherbayev vergab jedoch die größte Einschussmöglichkeit nur eine Minute später. Bis zur Pause tat sich dann auf beiden Seiten nichts mehr. Im zweiten Spielabschnitt waren Torszenen wieder Mangelware, weil sich die Mannschaften im Mitteleis mit viel Einsatz neutralisierten. Wenn aber ein Pass den richtigen Adressaten fand, wurde es sogleich gefährlich für die Torhüter. Für Kassel scheiterten Cherbayev, Nedved und Serikow, bei den Hauptstädtern hatte Felski die beste Gelegenheit. So führte erneut eine Kasseler Überzahl zum 2:1 durch Jansson, der eine gelungene Kombination abschloss (29.). Und wie beim ersten Huskies-Treffer sorgte der nächste Angriff über MacLeod für eine Großchance, die Jonas aber vereitelte. Ein wenig überraschend fiel dann das 2:2, als Kosick nicht vehement genug gestört wurde und sein Schuss im Netz landete (31.). Jetzt profitierten die Gäste vom Ausgleich, denn nur eine Zeigerumdrehung danach überquerte der Puck die Torlinie hinter Parent, aber der Treffer wurde wegen zuvor verschobenem Tor nicht anerkannt. Als schließlich jedes Team um einen Spieler dezimiert war, gelang Nedved die 3:2 Führung für die Huskies (37.) In der 45. Minute hatte Mikesch nach einem Break die klarste Möglichkeit, doch Jonas konnte den quirligen Center im letzten Moment stoppen und in der darauf folgenden Überzahl der Kasseler blieb der junge Keeper auch gegen Teljukin und Nedved Sieger. Gerade wieder vollzählig, nutzte Felski eine Unachtsamkeit der Huskies-Abwehr und erzielte den abermaligen Ausgleich zum 3:3 (48.). In der Folge waren sich Eisbären und Huskies ebenbürtig. Den Ausschlag zum etwas glücklichen Sieg der Berliner gab schließlich Gruden, der seinen eigenen Nachschuss zum 3:4 in die Maschen setzte (58.).


Kassel Huskies - Eisbären Berlin 3:4 (1:1/2:1/0:2)

Tore:    0:1 (4:54) Roberts (Bergen - 5:4),
  
           1:1 (14:21) Peterson (Wright - 5:4),
            2:1 (28:11) Jansson (Wahlberg, Serikow - 5:4),
            2:2 (30:01) Kosick (Busch),
  
          
 3:2 (36:44) Nedved (Wright - 4:4),
            3:3 (47:05) Felski,
            3:4 (58:26) Gruden (Fairchild)


Strafzeiten:
Kassel 8 + 10 Abstreiter - Berlin 14        Schiedsrichter: Schütz (Moers)        Zuschauer: 5.599




Zwar mit 3:4 geloost, aber alles in Allem...





...eine verdammt knappe Kiste





Smalltalk dreier Blindschleichen am Rande?
(..aber davon ab: Die Eisbären waren die Besseren!)