Serikow trifft für zwei Punkte

Gegen den amtierenden Deutschen Meister Kölner Haie machten es sich die Kassel Huskies selbst unnötig schwer. Mit dem Selbstvertrauen aus den letzten beiden siegreichen Spielen im Rücken, waren die Huskies auch in dieser Partie die spielbestimmende Mannschaft, die es lediglich versäumte, die vorhandenen Chancen zu nutzen und den aufopferungsvoll kämpfenden Kölnern bei deren Kontern immer wieder ins offene Messer lief. Im alles entscheidenden Penaltyschießen trafen für Kassel Derraugh, Mikesch und Serikow, während für Köln nur Sundblad und Hicks erfolgreich waren.

Den guten Start aus dem Freitagsspiel in Mannheim konnten die Huskies heute gegen die Haie nicht wiederholen. Wie auch? Die erste Strafe für Kassel gab es bereits nach 29 Sekunden und Münster im Tor wurde von Leahy, McLlwain und Nilsson sogleich warm geschossen. Hatte er diese Prüfung noch bestanden, so musste er sich während der folgenden Strafzeit gegen Wright nach nur 10 Sekunden Überzahl der Kölner geschlagen geben, als Leahy freistehend sein erstes Saisontor zur Gäste-Führung erzielte (5.). Danach durften auch die Gastgeber mit einem Akteur mehr auf dem Eis agieren, doch außer den eher halbherzigen Schüssen von Wright, Serikow und Abstreiter bekam Haie-Goalie und Ex-Husky Rogles nichts zu tun. Schließlich konnten beide Teams mit der Sollstärke von 5:5 gegeneinander antreten und dabei erwiesen sich die Kasseler als die agilere Mannschaft, ohne allerdings zunächst etwas Zählbares zu verzeichnen. Das dauerte aber lediglich bis zur 14. Minute, dann nämlich gewann MacLeod ein Bully und Teljukin setzte mit einem Direktschuss, der wie am Strich gezogen Richtung Rogles flog, den Puck zum 1:1 in die Maschen. Ein weiteres Powerplay für Köln gegen Ende des Drittels sorgte zwar noch für Chancen durch Hicks und Peacock, aber Münster behielt die Übersicht (17./18.). Im Mittelabschnitt setzte sich fort, was sich schon zuvor andeutete: Die Huskies waren gegen die dezimierten und mit vielen Spielen belasteten Haie das frischere, schnellere und intensivere Team, während die Rheinländer jedoch über Konter immer wieder einmal gefährlich wurden. So war Rogles weder von Serikow und Loth noch in Unterzahl der Nordhessen von Daffners Break und Abstreiters Schuss zu überwinden (23./25./30.). Und im anschließenden Angriffswirbel der Huskies in Überzahl hatten die Kölner wirklich das Glück des Tüchtigen, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Bei Lewandowskis Alleingängen war Münster dann allerdings derjenige, der den Spielstand für Kassel hielt (26./34.). Das ging aber auch nicht mehr lange gut, denn wie so oft rächte sich das Auslassen der besten Möglichkeiten und der unbeobachtete Elick verwertete das gute Zuspiel von Norris zum 1:2 (36.). Doch die Huskies ließen sich nicht beirren und drängten nun wieder auf den Ausgleich statt auf die Führung, aber weitere Großchancen von Peterson und Cherbayev fanden in diesem Abschnitt nicht mehr den Weg ins Kölner Tor. Dafür begann das letzte Drittel nach dem Geschmack der Kasseler. Aufgrund einer kleinen Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis, die der Kölner Jocher absaß, durften die Huskies in Überzahl ran und dies nutzte Serikow, der einen Robitaille-Pass abfälschte, zum mehr als verdienten 2:2-Ausgleich (43.). Aber die Haie, die sich mit Mann und Maus gegen Kassels Übermacht stemmten, bestraften jede kleinste Unaufmerksamkeit sofort und so schoss Nilsson bei einem weiteren Konter in der 48. Minute zur erneuten Führung der Kölner ein. Eine Disziplinlosigkeit der Gäste, die Renz eine fünfminütige und Hicks eine Zwei-Minuten-Strafe kurz darauf einbrachte, stellte die Weichen für Kassels Treffer zum 3:3 durch Wright (53.) und somit auch für eine Entscheidung im Penaltyschießen. Dabei wartete Kassels Trainer mit einer besonderen Auswechslung auf, denn nach dem zweiten Treffer für die Haie, schickte Leidborg Parent statt Münster zwischen die Pfosten und der hielt gegen Norris, Leahy und Boos, so dass Serikows Tor den Zusatzpunkt bedeutete.


Kassel Huskies - Kölner Haie 4:3 n.P. (1:1/0:1/2:1/1:0)

Tore:   0:1 (4:04) Leahy (Peacock - 5:4),
           1:1 (13:11) Teljukin (MacLeod, Loth),
           1:2 (35:07) Elick (Norris, Hicks),
           2:2 (42:01) Serikow (Robitaille, Mikesch - 5:4),
           2:3 (47:01) Nilsson (Sundblad, Hock),
           3:3 (52.37) Wright (Robitaille - 5:3),
           4:3 (60:00) Serikow GWS


Strafzeiten: Kassel 12 - Köln 17 + Spieldauerdisziplinarstrafe Renz     Schiedsrichter: Dahle (Berlin)     Zuschauer: 5034

 



Jede Menge los während der ersten Drittelpause in der Champoins-Bar. Die Premiere-Liveübertragung hatte den Vorteil, dass es auch während der Drittelpausen interessante Infos via TV gab...






Knapp 2 Minuten nach Beginn des letzten Drittels stand's bereits 2:2 und jeweils beide Teams hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einen Mann auf der Strafbank (Renz von den Haien und Thomas Daffner von den Huskies)...





Da's nach Ablauf der regulären Spielzeit 3:3 stand, kam's zum Penaltyschießen. Nachdem Jan Münster (der während des Spiels sehr gute Leistungen zeigte) bereits 2 Tore im Verlauf des Penalty's gefangen hatte, entschloss sich Gunnar Leidborg
glücklicher Weise, einen absolut überragend haltenden Rich Parent zwischen die Pfosten zu stellen - danach konnten die Haie keinen weiteren Treffer landen.





"Shake Hands" nach einem hochklassigen und absolut spannenden Spiel...





Zwar kamen die Huskies noch mal raus - die "Raupe" gab's trotzdem nicht (wahrscheinlich, weil sie erst gegen Nürnberg vorgeführt wurde)...

Schade eigentlich...!

 

 

 


Huskies-Online vom 06.01.2003 (HomePage: www.huskies-online.de)

Huskies-Stürmer Cherbayev fällt langfristig aus

In der gestrigen Partie der Kassel Huskies gegen die Kölner Haie brach sich der Kasseler Alexandre Cherbayev in Folge eines Checks von hinten durch Nationalverteidiger Andreas Renz in der linken Hand einen Knochen im Bereich der Handwurzel, wobei das Handgelenk mit beteiligt ist (Handwurzelbruch). Der Stürmer der erfolgreichen Huskies-Formation mit Serikow und Wahlberg wurde bereits gestern Abend in Kassel operiert und wird nach Einschätzung der Ärzte aufgrund seiner Verletzung für drei Monate ausfallen, was gleichzeitig das Saisonende für ihn bedeuten dürfte.


 

HNA-Online vom 06.01.2003 (HomePage: www.hna.de)
Von Gerald Schaumburg

Gefeierter Triumph nach Psycho-Trick

Kassel (hna) - Kassel Huskies - Kölner Haie 4:3 n.P. Den Meister geschlagen, doch Cherbayev mit Armbruch verloren: Wer das letzte Saisonspiel gewinnt, ist Deutscher Meister. Wer gegen eben diese Kölner Haie mit dem letzten Versuch des Penaltyschießens ins Schwarze trifft, der hat zwei Tage nach Vizemeister Mannheim auch den Champion geschlagen. Mit 4:3 (1:1, 0:1, 2:1 / 1:0) gewannen die Huskies ein mitreißendes, wahrhaft dramatisches Duell. Und wurden entsprechend euphorisch gefeiert.

Tatsächlich bebte die Kasseler Eissporthalle am Sonntag-Nachmittag in ihren Grundfesten, als Alexander Serikow und Rich Parent nach einer rauschenden Ehrenrunde La Ola auf den Rängen inszenierten. „Das war ein ganz wichtiger Sieg, weil wir uns jetzt allmählich etwas absetzen können vom Tabellen-Neunten“, bilanzierte „Seri" strahlend. Der Torjäger sorgte mit
einem platzierten Schuss hoch über die Stockhand von Haie-Torwart Chris Rogles für für das Happy-End in einem Drama, in dem Parent völlig unerwartet die zweite Hauptrolle spielte.

Denn als „Bernie“ aufs Eis kam, schien das Schicksal der Huskies schon besiegelt. Sundblad und Hicks hatten für den Meister getroffen, Abstreiter war an Rogles gescheitert, Derraugh hatte immerhin zum 1:2 verkürzt. Gunnar Leidborg riskierte alles und beorderte an Stelle des über 60 Minuten großartigen Jan Münster nun den kalten Parent in den Kasten. „Ein psychologischer Glücksgriff“, wie Haie-Trainer Hans Zach befand. Denn fortan war Kassels Kiste dicht. Norris flatterten die Nerven und er schoss drüber, Leahy und Boos scheiterten an Parent. Und auf der anderen Seite machten Mikesch und Serikow tatsächlich noch den Sack zu.

Zwei Punkte gegen den Meister, die ein tolles Wochenende krönten. „Mit fünf Punkten gegen Mannheim und Köln können wir wirklich sehr zufrieden sein“, bilanzierte Trainer Leidborg. Zumal seine Mannen auch während der regulären Spielzeit eine großartige Vorstellung gezeigt hatten. Leahy per Nachschuss in Überzahl (5.), Hicks als Vollender einer wahren Traumkombination über vier Stationen (36.) und Nilsson nach einem weiteren Konter (48.) hatten die bissigen Haie dreimal in Front gebracht. Doch stets waren die Huskies dran geblieben und hatten jeweils postwendend ausgeglichen.

Andrej Teljukins filigraner Schlenzer vom linken Flügel schlug derart überraschend zum 1:1 im entfernten Giebel ein (14.), dass Rogles nicht einmal zuckte. Alexander Serikow hielt bei Kasseler Überzahl so geschickt seine Schlägerspitze in die Flugbahn von Robitailles Distanzschuss, dass der Puck vor dem Torwart zum 2:2 einschlug (43.). Und schließlich drosch Shayne Wright das Hartgummi per Direktabnahme von der Blauen Linie zum 3:3 (54.) in die Maschen, als die Huskies zwei Mann mehr waren.

Draußen saßen Alex Hicks nach einem derben Stockschlag gegen Robitaille und Andi Renz. Der Nationalverteidiger erhielt vom überforderten Referee Dahle eine Spieldauerstrafe für einen rüden Check von hinten, in dessen Verlauf Alexander Cherbayev einen komplizierten Unterarmbruch erlitt (51.). Der Russe wurde schon am Sonntagabend operiert und wird wohl drei Monate ausfallen. Seinen Platz im morgigen „Rückspiel“ in Köln könnte Neuzugang Jan Lipiansky einnehmen.

 


Kölner Haie-Online vom 05.01.2003 (HomePage: www.haie.de)

KEC unterliegt auch in Kassel nach Penaltyschießen

Die Haie warten im Jahr 2003 weiter auf ihren ersten Sieg. Nach der Auftaktniederlage am Donnerstag gegen Nürnberg (1:2 n.P.) verlor der Deutsche Meister auch in Kassel im shoot-out. Nach einem dramatischen Spiel vor 5.034 Zuschauern im Auestadion unterlag Köln mit 3:4 n.P..

Die Haie waren zuvor durch einen Überzahl-Treffer von Leahy (5.) und Tore von Elick (36.) sowie Nilsson (48.) drei Mal in Führung gegangen. Kassel konnte jedoch immer wieder egalisieren. Teljukin traf zum ersten Ausgleich (14.), Serikow erzielte das 2:2 (43.) und Wright traf schließlich zum 3:3 bei einer 5-gegen-3-Überzahl für die Huskies (53.). Renz hatte zuvor eine 5 Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten. Er ist im nächsten Spiel gesperrt.

Im Penaltyschießen zog Köln durch Tore von Sundblad und Hicks zunächst auf 2:0 davon. Doch als Kassel einen Torwartwechsel vornahm (Parent kam für Münster) wendete sich das Blatt. Derraugh, Mikesch und schließlich Serikow trafen zum Kassler Sieg.

Am Dienstag spielen die Haie in der Kölnarena erneut gegen die Kassel Huskies (19.30 Uhr).

 


DEL-HomePage: www.del.org
05.01.2003

36. Spieltag: Serikow Matchwinner in Kassel - Eisbären nicht zu stoppen

Serikow sorgt für die Entscheidung

Die Entscheidung fiel im Penaltyschießen, als Alexander Serikow den Gastgebern den Sieg bescherte. Zuvor hatten Tim Leahy (5.) mit seinem ersten Saisontreffer, Verteidiger Mickey Elick (36.) und Fredrik Nilsson (48.) die Haie bei Gegentreffern durch Andrej Teljukin (14.) und Serikow (42.) dreimal in Führung gebracht. Nachdem sich Andreas Renz allerdings ein unnötiges Foul mit Verletzungsfolge gegen den Russen Alexander Cherbayev leistete und mit fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt wurde, und Hicks wegen Stockschlags zwei Minuten in die Kühlbox musste, bekamen die Gastgeber nochmals Oberwasser und erzielten im 5:3-Powerplay durch Shayne Wright (53.) den Ausgleich.

Berlin zu schnell für Iserlohn

In Berlin gaben sich die Eisbären keine Blöße. Marc Beaufait sorgten mit zwei Treffern (6. und 20.) bereits frühzeitig für klare Verhältnisse. Kelly Fairchild (50.) erhöhte schließlich auf 3:0, ehe Chipolla (51.) für die Gäste vor 5.000 Zuschauern im ausverkauften Wellblechpalast nochmals verkürzen konnte.

Ärgerlich war für die Eisbären lediglich die unnötige Spieldauerdisziplinarstrafe für Keith Aldridge sieben Minuten vor Schluss, wodurch der Verteidiger in der Partie bei den Hamburg Freezers am Dienstag zusehen muss.