Huskies-Online vom 12.01.2003 (HomePage: www.huskies-online.de)

Huskies unterliegen Roosters nach Penaltyschießen

Die Iserlohn Roosters waren der erwartet schwere Gegner der Kassel Huskies, allerdings nur was das Ergebnis angeht. Denn insgesamt gesehen hätten die Kasseler diese Punkte nicht abgeben müssen, doch Torhüter Waite und die exzellente Chancenverwertung der Gäste standen dem Erfolg der Nordhessen im Weg. Im nun schon vierten Penaltyschießen hintereinander war dieses Mal allerdings der Gegner erfolgreich, weil für die Huskies allein Mikesch traf, während die Roosters durch Ast und Podkonicky einnetzten.

Auch im heutigen Spiel ging es für beide Teams um mehr als nur drei Punkte, da die Huskies bei einem Sieg ihren Anspruch auf einen Play-Off-Platz festigen, die Iserlohner wiederum bei voller Punktausbeute den Anschluss an Platz Acht wahren konnten. Zu Beginn setzten sich die Roosters zwar kurzfristig in Kassels Drittel fest, kamen dabei aber noch nicht einmal zu einem Torschuss und danach bestimmten ausschließlich die Huskies das Geschehen auf dem Eis. Einzig ihrem Keeper Waite hatten es die Roosters zu verdanken, dass sie nach den ersten zwanzig Minuten nicht schon aussichtslos zurücklagen. So aber stemmte sich der bestens aufgelegte Torhüter den Angriffen der Gastgeber, die von der 3. bis zur 5. Minute ein wahres Feuerwerk an guten Chancen abbrannten, sie jedoch auch ausließen. Nacheinander scheiterten nämlich Wahlberg, Abstreiter, S. Retzer, Loth und Serikow. Doch dann schien der erste Sturm der Huskies abzuflauen, obwohl die Angriffsreihe Wahlberg, Serikow, Lipiansky bei jedem Wechsel Gefahr hervor beschwor, ohne jetzt aber Waite in Bedrängnis zu bringen. Das hätte Lindmark wieder schaffen können, doch leider verpasste er bei einem Break in Unterzahl Mikesch's Pass (13.). Von den Gästen war bis dato nichts zu sehen und ihre erste Torchance resultierte aus einer Powerplay-Situation durch Cipolla und Lipsett im Nachschuss (14.). Auf der Gegenseite hatte Neu-Husky Lipiansky die vorerst letzte Möglichkeit zu einem Treffer, die erneut bei Waite endete (15.), genau wie Kings Schuss an Parent's Maske (19.). Nach der Pause zeigten vor allem die Iserlohner ein anderes Gesicht, sie agierten nun wie man es erwartet hatte: bissig im Zweikampf und mit weit mehr Engagement als zuvor, so dass diesmal Lipsett der erste war, der einen Torschuss abgab, aber Kassels Parent nicht überwinden konnte (21.). Im Gegenzug war dann wieder Waite zur Stelle, der gegen Mikesch rettete (22.). Und weil die Kasseler sich noch nicht so richtig auf die veränderten Roosters umgestellt hatten, passierte womit man rechnen musste: der agile Lipsett nutzte den vierten Schuss zur 1:0 Führung seines Teams (27.). Die Freude der Sauerländer währte allerdings lediglich 124 Sekunden, denn Peterson gelang es endlich gegen Waite zu bestehen und zum 1:1 einzuschießen. Doch das war's im Mittelabschnitt, weil sich von nun an die Mannschaften neutralisierten und der Kampf deutlich vor spielerischen Akzenten rangierte. Selbst bei zwei Überzahlspielen der Roosters kam keine Chance zustande, da die Gastgeber sich clever dem teilweise jedoch auch viel zu harmlosen Angriff entgegen setzten. Interessant war dann die 44. Minute, die gleich drei Gelegenheiten zur jeweiligen Führung bot. Zunächst konnte Waite Loth's Schuss abwehren und auf der anderen Seite blieb Parent zwei Mal gegen Podkonicky Sieger. Im Gegensatz zum vorherigen Drittel wurde das Spiel wieder offener und schneller, ohne dass dadurch allerdings mehr Einschussmöglichkeiten zu verzeichnen waren. Die größeren Spielanteile sicherten sich aber nun wieder die Hausherren, doch weder Serikow noch Acker mit Bauerntrick konnten die Scheibe an Waite vorbei bringen (48./50.). Die kalte Dusche folgte schließlich in der 52. Minute, als Podkonicky die zwischenzeitlich fast untergetauchten Iserlohner erneut in Führung schoss. Das war offensichtlich zu viel für die Huskies, denn irgendwie fand ein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage nicht vehement genug statt und dadurch hatten die Roosters anscheinend die Ruhe, das 1:2 über die Runden zu spielen. Daran konnte nur der Versuch mit einem Mann mehr an Stelle von Parent noch etwas ändern, was wahrhaftig 21 Sekunden vor dem Ende geschah, als nur die größten Optimisten an ein Penaltyschießen glaubten und Mikesch das 2:2 erzielte.


Kassel Huskies - Iserlohn Roosters 2:3 n.P. (0:0/1:1/1:1/0:1)

Tore:   0:1 (26:24) Lipsett (Cipolla, Harney),
           1:1 (28:28) Peterson (C. Retzer, Wright),
           1:2 (51:18) Podkonicky (Kopitz, Washburn),
           2:2 (59:39) Mikesch (Derraugh, Peterson),
           2:3 (60:00) Podkonicky GWS


Strafzeiten: Kassel 8 - Iserlohn 6        Schiedsrichter: Hellwig (Krefeld)        Zuschauer: 4300


Vorschau:    Dienstag, 14.01.2003, 19:30 Uhr, Hamburg Freezers - Kassel Huskies
                     Freitag, 17.01.2003, 19:30 Uhr, Augsburger Panther - Kassel Huskies
                     Sonntag, 19.01.2003, 18:30 Uhr, Kassel Huskies - Krefeld Pinguine





Typisch Landkreis-Schnecke: Alkohol ohne Ende...





Macht "Bernie" (Rich Parent) hier schon früher Pause?





Warum haben die Huskies bloß immer so Schwierigkeiten mit Mannschaften, die die Tabellenplätze hinter ihnen belegen? Köln und Mannheim sind (fast) kein Problem während die Schwenninger Wild-Wings, die Frankfurt-Lions oder die Iserlohn-Roosters den Huskies (oft) die Punkte klauen...





Naja, die Huskies hatten ja auch eine harte Woche hinter sich gebracht: Aus drei Spielen in der Vorwoche (Mannheim und 2 x Köln) - bei denen wirklich niemand daran gedacht hätte, dass sie auch nur einen Punkt holen - haben sie immerhin drei mal siegen und insgesamt sieben Punkte mit nach Kassel nehmen können...





Und wieder: "Shake Hands" nach einem nicht unbedingt hochklassigen Spiel, bei dem beide Mannschaften gleich gut (bzw. schlecht) gespielt haben...

 

 

 

HNA-Online vom 13.01.2003 (HomePage: www.hna.de)
Von Frank Ziemke 

Huskies mit schweren Beinen - Keine Live-Übertragung

Kassel (hna) - Nach der Penalty-Niederlage gegen Iserlohn spielen die Kassel Huskies heute schon wieder in Hamburg. Die Partie wird - entgegen der Ankündigung in der HNA - nicht im Deutschen Sportfernsehen (DSF) übertragen.

Die Sauerländer können feiern. Als die Schlusssirene des DEL-Spiels zwischen Kassel und Iserlohn längst verklungen und die meisten Huskies-Anhänger bereits auf dem Heimweg waren, da bejubelten 300 Fans der Roosters noch immer den 3:2-Sieg ihrer Mannschaft nach Penaltyschießen. Auch die Spieler gaben wie in den 60 Minuten zuvor noch einmal ihr Bestes, peitschten unermüdlich die Gesänge an.

Wenn auf der einen Seite gefeiert wird, gibt’s auf der anderen meist betretene Gesichter. Das allerdings war am Sonntag nicht so. „Wir haben einen Punkt gewonnen. Ich hatte sogar eine Niederlage nach der normalen Spielzeit befürchtet“, meinte Huskies-Boss Simon Kimm. Auch Trainer Gunnar Leidborg erklärte: „Wir haben in der regulären Spielzeit wieder nicht verloren. Deshalb bin ich stolz auf meine Mannschaft.“ Den Grund lieferte der Schwede gleich mit: „Wir haben in den letzten Tagen in Mannheim und zweimal gegen Köln gespielt. Mussten mit dem Bus nach Schwenningen reisen und schließlich gegen Iserlohn schon wieder ran. Da werden die Beine halt immer schwerer.“

Und der Stress geht weiter. Bereits heute treten die Huskies beim nächsten Verfolger an - in Hamburg bei den Freezers, die diesmal ihre Kühlanlage im Griff haben wollen. Anders als am 8. Dezember, als die Partie in der neuen Arena nach dem ersten Drittel wegen eines technischen Defekts abgebrochen werden musste.

In jedem Fall wird es die nächste ganz schwere Aufgabe für die Huskies, die sich gegen Iserlohn an einer kompakten Deckung mit dem überragenden Rückhalt Jimmy Waite förmlich die Zähne ausbissen Lediglich in der druckvollen Anfangsphase mit zahlreichen Chancen sah es so aus, als sollte dieses Bollwerk die Gastgeber nicht aufhalten können. „Wenn wir da einen rein machen, geht alles leichter“, sagte Leidborg.

Machten sie aber nicht, und so wurde alles schwerer. Zumal es ohne Cherbayev, Nedved, Daffner und einem grippegeschwächten Stephan Retzer in den meisten Sturmreihen „nicht richtig rund lief“ (Leidborg). Nach den Gegentreffern durch Lipsett und Podkonicky sah es so in der Tat nach der von Kimm befürchteten Heimniederlage aus - bis der Gewaltschuss des derzeit glänzend aufgelegten Pat Mikesch den einen Punkt sicherte, der trotz der Penalty-Niederlage auch beim Verlierer für Zufriedenheit sorgte. Der Vorsprung auf Rang neun ist nach den erfolgreichen letzten Wochen (Siehe Hintergrund) damit nämlich weiter komfortabel. Und er könnte weiter wachsen, wenn heute in Hamburg erneut die Fans der Gäste feiern. 

Hintergrund: Nur die Eisbären sind besser 

Mit einer tollen Erfolgsserie haben sich die Huskies zehn Punkte Vorsprung auf den Tabellen-Neunten erspielt. Seit dem 1. November, als beim 4:5 n.P. in Nürnberg die letzte Niederlage der schwarzen Serie kassiert wurde, haben sich die Kasseler von Rang elf auf Platz sechs verbessert. Und satte 41 Punkte in 20 Spielen eingefahren. Besser sind nur die Berliner Eisbären mit 43 Zählern. Es folgen Hamburg (41/23), Düsseldorf (37/19) und Mannheim (36/20). Abgeschlagen: Hannover trotz Trainerwechsels (20/19), Frankfurt (20/20), Schwenningen (16/20)

 


DEL-HomePage: www.del.org
12.01.2003

38. Spieltag: Augsburger Panther besiegen Eisbären - Frankfurt unterliegt in Mannheim

Unterdessen haben die Nürnberg Ice Tigers (64) hinter den beiden Klubs vom Rhein den fünften Tabellenplatz gefestigt. Die Franken siegten im DEL-Verfolgerduell gegen die Hamburg Freezers 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) und bleiben damit im neuen Jahr noch ungeschlagen. Gleichzeitig ließen die direkten Konkurrenten Kassel Huskies (2:3 nach Penaltyschießen gegen die Iserlohn Roosters) und die Krefeld Pinguine (2:3 gegen den ERC Ingolstadt) überraschend Punkte.

Panther souverän gegen Spitzenreiter

In Augsburg präsentierten sich die Eisbären völlig von der Rolle und mussten nach Treffern von Greg Leeb, Moeser und Carter die elfte Saisonniederlage wegstecken. Gleichzeitig verloren die Gäste noch Marc Beaufait und John Emmons durch eine Spieldauerdisziplinarstrafe.