Huskies-Online vom 19.01.2003 (HomePage: www.huskies-online.de)

Ohne Treffer keine Punkte

Ein überlegen geführtes letztes Drittel der Kassel Huskies reichte nicht aus, um gegen die Krefelder Pinguine die Partie noch zu drehen, da diese routiniert verteidigten und die Kasseler den Puck an Torhüter Müller einfach nicht vorbei brachten. Zuvor hatten sich die Pinguine mit einfachen Mitteln den beruhigenden Vorsprung erspielt und ließen den Sieg auch nicht mehr aus den Augen.

Beim Aufeinandertreffen der direkten Kontrahenten, dem derzeitigen tabellensechsten Kassel gegen den Siebten Krefeld, waren die Anfangsminuten davon geprägt, möglichst dem Gegner nicht ins offene Messer zu laufen. Folglich spielten sich dabei kaum gefahrbringende Torszenen ab. Doch als die Gäste einmal zügig das Mitteleis überbrückten, vollendete Barin die gute Vorarbeit von Ziesche zum 0:1 (4.). In der Folge blieb das Spiel ausgeglichen, wobei die Defensivarbeit beider Teams den Stürmern das Leben schwer machte und so erst in der 11. Minute ein Schuss von Wahlberg Krefelds Nationalkeeper Müller zum Eingreifen nötigte. Ein anschließendes Powerplay der Pinguine brachte genauso wenig ein, wie zuvor das der Huskies und erst als Kassel wieder vollzählig war, prüfte Shuchuk Goalie Parent, der jedoch zur Stelle war (13.). Nur eine Minute später setzten sich die Nordhessen vor Müllers Tor fest, aber mit vereinten Kräften verhinderten die Krefelder mögliche Chancen der Huskies-Stürmer. Die letzte Möglichkeit zum Ausgleich im ersten Abschnitt hatte Daffner, der allerdings an Müller scheiterte (17.). Nach Wiederanpfiff schienen zunächst die Pinguine energischer, doch Parent behielt die Übersicht und schließlich kamen die Kasseler durch MacLeod, Serikow und C. Retzer zu drei Weitschüssen, die jedoch sicher bei Müller landeten (22.-24.). Als dann Mikesch eine Strafzeit absitzen musste, benötigten die Seidenstädter gerade einmal 12 Sekunden bis Augusta das 0:2 erzielte (24.). Die Huskies bemühten sich zwar, den Anschluss zu schaffen, aber Krefeld stand kompakt und verlegte sich aus einer sicheren Abwehr heraus auf Konter, die durch Erhoff und Brandner auch entsprechend gefährlich vorgetragen wurden, aber bei Parent endeten (31./32.). Und wenn die Kasseler die Defensive der Pinguine einmal ausspielen konnten, so wie der freistehende Wright per Schlagschuss, stand mit Müller ein starker Rückhalt im Kasten (33.). Glück hatten die Gastgeber, als Shuchuk in der 36. Minute lediglich den Pfosten traf. Auch im abschließenden Drittel zeigten sich die Pinguine konsequent in der Abwehr, während die Hausherren viel zu kompliziert ihre Angriffe vortrugen und damit dem Gegner zur nötigen Zeit, sich zu formieren, verhalfen. Dennoch erspielten sich die Huskies mit Einsatzwillen vielversprechende Chancen, die aber allesamt vom glänzenden Müller vereitelt wurden. So vollbrachte der junge Torhüter wahre Glanztaten, in dem er eine 2 auf 1-Situation von C. Retzer und Loth entschärfte (47.) und auch bei Lindmarks Schlenzer blendend reagierte (49.). Mit zunehmender Spielzeit drängten die Kasseler mehr und mehr auf einen Treffer und schnürten die Rheinländer fast in deren Drittel ein, ohne aber zu weiteren ganz großen Gelegenheiten zu gelangen. Den Endstand besorgte schließlich Purdie, der in das von Parent verlassene Gehäuse einschoss (60.).


Kassel Huskies - Krefeld Pinguine 0:3 (0:1/0:1/0:1)

Tore:   0:1 (3:26) Barin (Ziesche, Lambert),
   
           0:2 (23:57) Augusta (Brandner - 5:4),
           0:3 (59:52) Purdie (Kunce, Serikow)


Strafzeiten: Kassel 6 - Krefeld 8        Schiedsrichter: Awizus (Berlin)        Zuschauer: 3.556

Vorschau:    Freitag, 24.01.2003, 19:30 Uhr, Kassel Huskies - Hannover Scorpions
                    Sonntag, 26.01.2003, 14:30 Uhr, Eisbären Berlin - Kassel Huskies (TV-Übertragung, Premiere)






Das 0:2: Die Schlappe gegen die Pinguine nimmt ihren Lauf...

Die Strapazen der zurückliegenden beiden Wochen zeigen Ihre Folgen: 7 Spiele in
15 Tagen sind nicht spurlos an den Huskies vorübergezogen - sie waren den Pinguinen
hoffnungslos unterlegen. Meiner Meinung nach das - aus verständlichen Gründen -
schwächste Spiel seit Dezember 2002.





Spezialdozent Volker Knebes und "Special-Agent" Erik Sauerborn in der Champions-Bar





Auch der sechste Feldspieler brachte nach der Herausnahme von Rich "Bernie"-Parent (vom 0:3 Empty-Net-Goal für
die Pinguine abgesehen) nix mehr...






Dieser nette Herr ;-) ist nicht nur wegen seines dummsülzenden Banknachbarn (Block C, Reihe 10 Platz 16, den auch Anja in der letzten Woche kennen lernen musste) ein wenig genervt...





Und schon wieder: "Shake Hands". Diesmal nach einem Spiel, bei dem Huskies
(leider) fix und fertig waren und nicht einmal im Ansatz mithalten konnten...

 

 

HNA vom 21.01.2003 (HomePage: www.hna.de)
Von Frank Ziemke 

Vom Rennen auf einen hohen Berg

Den Huskies ging bei der Niederlage gegen Krefeld sichtbar die Luft aus

KASSEL. Am Ende ging dann nichts mehr bei den Huskies. Nach einem Marathon mit acht Spielen in zweieinhalb Wochen war die letzte Hürde einfach zu hoch. Beim 0:3 gegen die Krefelder Pinguine war bei Kassels Eishockeyspielern schlicht die Luft raus. „In so einem Spiel musst du in Führung gehen“, meinte Trainer Gunnar Leidborg. Doch die wichtigen Treffer schafften die Gäste. Durch Barin bereits nach vier Minuten und durch Augusta zum vorentscheidenden 2:0 zu Beginn des zweiten Drittels. „Nach diesem Tor war der Berg für uns zu hoch“, so Leidborg.

Beim ständigen Anrennen gegen Krefelds Bollwerk fehlte einfach die Kraft. Tribut an die Hatz durch das neue Jahr. „Andere Mannschaften stecken solche Anstrengungen sicher besser weg“, sagt der Trainer. Sicher auch ein Verweis auf die zusätzliche Belastung durch den Sparkurs bei Auswärtsreisen. Selbst bei den Spielen in Schwenningen und Augsburg mussten die Schlittenhunde An- und Abreise jeweils am Spieltag bewältigen. Aus finanzieller Sicht verständlich, aus sportlicher natürlich unbefriedigend.


Ärger über Licht-Spiele

Wer professionell auftreten will, benötigt auch professionelle Rahmenbedingungen. Dazu gehört in Zeiten größter Belastung auch einmal eine Übernachtung. Auch beim sonntäglichen Heimspiel stimmte der Rahmen nicht ganz. Zunächst funktionierte der Scheinwerfer über einem Tor überhaupt nicht, später flackerte ein Zusatzlicht immer wieder grell auf. „Das will ich gar nicht kommentieren“, meinte ein verärgerter Leidborg.

Die Licht-Spiele hätten sogar Folgen haben können. Schiedsrichter Awizus wollte die Partie unterbrechen, um auf das Anspringen des Scheinwerfers zu warten. Er hätte lange warten können... Aber auch so kam es für die Gastgeber knüppeldick. Die Frische fehlte beim vergeblichen Anrennen ebenso wie die Ideen des verletzten Cherbayev. Auch die Umstellung dreier Sturmreihen brachte keinen Erfolg. Leidborg verteidigte seine Maßnahme: „Wenn es nicht läuft, muss man Impulse setzen. Ich tue lieber etwas, als nur zuzusehen. Auch wenn es in die Hose geht.“ Und, zur Herausnahme seines Landsmannes Jansson wurde der Schwede ganz deutlich: „Wer nicht gut spielt, spielt auch nicht. Egal ob Schwede; Russe oder Japaner.“

Spielen müssen die Huskies nun erst wieder am Freitag. Endlich also etwas Zeit durchzuschnaufen und Kraft zu tanken. Gegner im Heimspiel sind allerdings die Hannover Scorpions. Und die waren für die Kasseler zuletzt bei zwei derben Niederlagen ein ziemlich hoher Berg.

 

Energischer Zweikampf: Tobias Abstreiter (links) und Andreas Raubal

 


HNA-Online vom 20.01.2003 (HomePage: www.hna.de)

Huskies fehlte der Durchblick 

Kassel (hna) - Es war dunkler als gewöhnlich in Kassels Eishalle am Sonntag Abend. Es brannten nicht alle Scheinwerfer über dem Tor vor dem Haupteingang. Und die Stimmung war nach der Partie der Huskies gegen die Krefelder Pinguine ähnlich trüb wie das Licht. Beim 0:3 (0:1, 0:1, 0:1) kassierten die Schlittenhunde die vierte Niederlage in Folge. Deutlich zu sehen war dabei, dass die Kasseler Mannschaft in der Terminhatz seit Jahresbeginn an Substanz verloren hat. Das Gefühl der Schwäche steigert sich im Moment des Rückschlags.

Und der kam gegen Krefeld ganz früh. Grade noch hatte Torhüter Rich Parent das schwache Licht um sein Gehäuse reklamiert, da fehlte auch seinen Vorderleuten der Durchblick. Nach der kurzen Unterbrechung durch Schiedsrichter Awizus ließen sie Ziesche am linken Flügel ungehindert ziehen, und seinen Steilpass drückte Barin zum 0:1 in die Maschen. Nicht einmal vier Minuten waren da gespielt, und die Huskies standen schon unter Zugzwang. Das gab zum einen immer wieder Raum für gefährliche Gäste-Konter. Zum anderen wurde deutlich, das den Angriffsreihen der Schwung für flüssige Kombinationen fehlte. Auch die Umstellungen von Trainer Leidborg, der Verteidiger Jansson auf die Bank setzte, MacLeod in die Abwehr zurückzog und drei Sturmreihen neu bildete, blieben ohne große Wirkung.

Den Huskies ging auch kein Licht auf, als in der achten Minute ein zusätzlicher Scheinwerfer kurzzeitig aufflackerte. Selbst bei Überzahl sahen viele Angriffsbemühungen eher finster aus. Chancen ergaben sich trotzdem einige. Die besten zunächst für Derraugh, der nach einem Querschläger plötzlich frei vor Müller auftauchte (14.), sowie Abstreiter und Daffner, die nacheinander ebenfalls am starken Krefelder Keeper scheiterten (17.). Gefährlicher aber waren die Krefelder Konter. Vor allem im zweiten Drittel, als Augusta bei Überzahl den zweiten Treffer nachlegte (24.). Glück für die Gäste bei der Tor-Entstehung: Nach Stephan Retzers Befreiungsversuch war der Puck direkt auf Brandners Rücken gelandet. Brandner bei einem Konter, den Parent glänzend entschärfte (33.), und Shuchuk mit einem Pfostenschuss (36.) verpassten weitere Treffer.

So gab es zumindest noch Hoffnung vor dem letzten Drittel. Doch bei allem Druck und trotz zahlreicher Chancen: irgendwie fehlte in den wichtigen Situationen Genauigkeit und Durchschlagskraft. Etwa, als Loth bei einem feinen Konter zu dicht am Tor angespielt wurde und Müller so nicht überwinden konnte (37.). Oder als Lindmark völlig frei direkt auf den Keeper zielte (39.). Stattdessen traf Purdie in der Schlussminute ins verlassene Kasseler Tor.

SR: Awizus (Berlin), Z: 3556, Tore: 0:1 (3:26) Barin (Ziesche, Lambert), 0:2 (23:57) Augusta (Brandner - 5:4), 0:3 (59:52) Purdie (Kunce, Brandner).
Strafminuten Huskies 6 - Krefeld 8.

 

 

Krefeld-Pinguine-Online vom 19.01.2003 (HomePage: www.kev.de)

Sechs-Punkte-Wochenende

Mit zwei Siegen über Iserlohn und Kassel verbuchten die Krefeld Pinguine wieder ein Wochenende mit sechs Punkten. Zuhause gegen die Iserlohn Roosters gewannen die Schwarz-Gelben am Freitag mit 7:2 Toren, am Sonntag sicherten sich die Pinguine dann mit einem 3:0 weitere Punkte im direkten Vergleich mit einem der Play-off-Konkurrenten. Butch Goring hatte vor der Heimpartie gegen die Iserlohn Roosters von dem wichtigsten Spiel des Jahres gesprochen. Dies kam offensichtlich nicht nur bei den Zuschauern, sondern auch bei der Mannschaft an. Im ersten Drittel markierten die Pinguine nur einen Treffer. Bei 5:3-Überzahl schoss Christian Ehrhoff nach Vorlagen von Lambert und Augusta zum 1:0 ein. Aber auch wenn es nach den ersten 20 Minuten "nur" 1:0 stand, die Krefelder hatten ein deutliches, spielerisches Übergewicht. Bemerkbar machte sich dies aber im zweiten Durchgang. Nachdem bereits zwei Krefelder Treffer aberkannt wurden, entschied Schiedsrichter Müller bei der dritten, fraglichen Situation auf Penalty. Diesen verwandelte Sergej Stas souverän zum 2:0. Das 3:0 fiel dann in Unterzahl. Stéphane Barin schickte Jonas Lanier auf die Reise und dieser versenkte die Scheibe zur 3:0-Führung (28.). Den Iserlohn Roosters gelang zwar durch Ast das :3 (33.), doch in der 36. Minute stellte Sandy Moger mit dem 4:1 wieder den Vorsprung von drei Treffern her. In der 39. Minute legte Daniel Kunce noch nach und bescherte seinem Team mit dem 5:1 eine ruhige Pause. Nach dem zweiten Wechsel verkürzten die Roosters durch Lipsett auf 2:5 (42.), doch dann beteiligte sich auch DEL-Toptorjäger Christoph Brandner am Toreschießen. In der 48. Minute verwandelte er die Vorlagen von Augusta und Ehrhoff, in der 55. Minute setzte er dann mit dem 7:2 den Schlusspunkt der Partie. Im Sonntagspiel ging es bei den Kassel Huskies wieder gegen einen der direkten Konkurrenten im Kampf um einen Play-off-Platz. Und auch diesmal traten die Krefeld Pinguine souverän auf. Bereits in der vierten Minute traf Stéphane Barin für seine Farben zum 1:0. Im zweiten Drittel (24.) war es dann Patrik Augusta, der sich in die Torschützenliste eintragen ließ. In Überzahl wurde er von Lambert und Purdie bedient und vollendete zum 2:0. Das war's auch im zweiten Drittel. Der Schlussabschnitt ging ebenfalls mit 1:0 an die Krefelder. Acht Sekunden vor Ende der Partie traf Brad Purdie zum 3:0-Endstand. Mit diesen Wochenenderfolgen eroberten sich die Krefeld Pinguine wieder den sechsten Tabellenplatz zurück und haben nun neun Punkte Abstand auf Rang neun.