Huskies-Online vom 16.02.2003 (HomePage: www.huskies-online.de)

"Angstgegner" Düsseldorf entführt zwei Punkte aus Kassel

Wieder einmal mussten die Kassel Huskies in ein Penaltyschießen gehen, was am heutigen Abend jedoch verloren wurde, weil alle Huskies an Trefilov scheiterten und Düsseldorfs Jakobsen der einzige Treffer gelang. Zuvor waren sie gegen die DEG Mero Stars zwei Mal in Führung gegangen, mussten in der letztendlich ausgeglichenen Begegnung jedoch jeweils den Ausgleich hinnehmen.

Nachdem am Donnerstag/Freitag beide Mannschaften ihre Spiele mit 1:3 verloren hatten, hieß dies für heute Wiedergutmachung im Kampf um das Heimrecht (Düsseldorf) bzw. um die Teilnahme in den Play-Offs (Kassel). Dennoch oder gerade deshalb sahen die Zuschauer zunächst nicht die erwartete Defensivschlacht, sondern ein schnelles und offenes Spiel, in dem sich die Stürmer einige Chancen erspielten. Und es hätte nicht besser für die Huskies beginnen können, denn in der 3. Minute war es Loth vergönnt sein erstes DEL-Saisontor zu erzielen: S. Retzer erkämpfte sich den Puck im eigenen Drittel, passte klug auf Wahlberg und der wartete, bis Loth anspielbereit war, um aus der Drehung zum 1:0 einzuschießen. Die Düsseldorfer zeigten sich zwar nicht geschockt, aber es dauerte doch bis zur 6. Minute ehe im Powerplay Christian und Ficenec Kassels Goalie Parent prüften. Nur kurz nach Ende der Überzahl bot sich Mikesch dann die Chance zu erhöhen, aber sein Break wurde im letzten Moment von DEG-Keeper Trefilov gestoppt. Unglücklich und kurios war der Ausgleich der Rheinländer quasi im Gegenzug: Eisenhut fälschte einen Querschläger mit seinem (zu hohen ?) Stock ab, der auf dem Helm von Lipiansky landete und von dort ins Tor fiel (8.). Nach vehementen Reklamationen der Kasseler, bemühte Schiedsrichter Lichtnecker zwar den Videobeweis, gab den Treffer aber. Das wiederum brachte die Huskies etwas aus dem Tritt und die Gäste besser ins Spiel, denn zwei Mal Quintin sowie Kreutzer scheiterten mit ihren Schüssen nur an Parent (10./11.). Anschließend hatten sich die Nordhessen wieder gefangen und standen ebenso wie die DEG sicher in der Abwehr, so dass man mit dem Unentschieden in die Pause ging. Aus dieser kehrten die Huskies eindrucksvoll zurück. Schon der erste Angriff nach Daffner-Pass und dadurch entstandener 2-auf-1-Situation, wählte Valenti statt der Vorlage zum mitgelaufenen Abstreiter den eigenen Schuss und traf trocken zur 2:1 Führung (21.). Im weiteren Verlauf des Drittels wurde die Partie dann doch defensiver, wobei sich die Düsseldorfer mehr Spielanteile sicherten, dabei allerdings meist in Kassels kompakter Abwehrarbeit hängen blieben. Die Huskies verlegten sich in dieser Phase überwiegend auf Konter, doch Loth und Lipiansky fanden in Trefilov ihren Meister, während für die Metro Stars Quintin am Pfosten scheiterte (40.). Der letzte Abschnitt begann verheißungsvoll mit Chancen auf beiden Seiten. Zuerst musste Parent sein Können gegen Jakobsson zeigen und im Gegenzug war dann Trefilov gegen C. Retzer gefragt (43.). Danach war das auflodernde Feuer allerdings schon verbraucht, weil sowohl die Düsseldorfer als auch die Gastgeber so gut wie keine Einschussmöglichkeiten mehr zuließen. Als dann wegen Strafzeiten die Anzahl der Spieler auf vier pro Team geschrumpft war, erzielte Magnussen im Nachschuss, nach glänzender Parade von Parent gegen Ficenec, den abermaligen Ausgleich (55.). Dies bedeutete gleichzeitig den Endstand nach der regulären Spielzeit, so dass das Penaltyschießen den Sieger ermitteln musste.


Kassel Huskies - DEG Metro Stars 2:3 n.P. (1:1/1:0/0:1/0:1)

Tore:   1:0 (2:25) Loth (Wahlberg, S. Retzer),
   
          1:1 (7:22) Eisenhut,
   
          2:1 (20:18) Valenti (Daffner),
           2:2 (54:35) Magnussen (Ficenec),
           2:3 (60:00) Jakobsen GWS


Strafzeiten: Kassel 10 - Düsseldorf 10        Schiedsrichter: Lichtnecker (Bruckmühl)        Zuschauer: 4.463

Vorschau:    Freitag, 21.02.2003, 19:30 Uhr, Kassel Huskies - Adler Mannheim
                    Dienstag, 25.02.2003, 19:30 Uhr, Hamburg Freezers - Kassel Huskies
                    Donnerstag, 27.02.2003, 19:30 Uhr, Kassel Huskies - Hamburg Freezers





Das Dream-Team des heutigen Abends: Meine Wenigkeit, Raffi, Klaus und Jensi-Babe (hinter der Kamera)..
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Über weite Strecken des Spieles sahen die Huskies wie die sicheren Sieger aus...





...letztendlich konnten die Metro-Stars aber nach dem Unentschieden sogar (leider) noch das Penaltyschießen für sich entscheiden. Aber: Ein Punkt ist immer noch besser als gar keiner, oder?





Die V.I.P.-Lounge hat durchaus ihre Vorteile...






Die Pressekonferenz in der total zugeräucherten
V.I.P.-Lounge...






Klaus mit Goalie Rich "Bernie" Parent...





Ist denn ahle Wurscht nu' luftgetrocknet oder nitt?





Trainer Gunnar Leidborg und sein Nachfolger bei den Huskies?





Der neue Trainer der Huskies?



   

Es war nicht nur dem intensiven Zuspruch an Alkohol zuzuschreiben, dass sich selbst trotz Niederlage ein toller Abend entwickelte.

 

 

HNA vom 17.02.2003 (HomePage: www.hna.de)
Von Frank Ziemke 

Norweger verderben Stimmung

KASSEL. Kassel Huskies - Düsseldorf 2:3 n. P: Starker Auftritt nicht belohnt: Es hätte Karnevalsstimmung herrschen können in Kassels Eishalle. Der Gegner kam aus der rheinischen Hochburg Düsseldorf, das heimische Prinzenpaar Patrick und Stefanie war da, die Gastgeber führten nach einer ordentlichen Leistung bis weit ins Schlussdrittel hinein mit 2:1 - doch dann sorgten zwei Norweger im Trikot der Gäste für ein plötzliches Ende der guten Laune. Magnussen schaffte noch den Ausgleich, Jakobsen entführte in den Penaltys auch noch einen zweiten Punkt. Keine Frage: beim 2:3 (1:1, 1:0, 0:1/0:1) gegen die Metro Stars hatten die Gastgeber ganz unvermittelt zwei wichtige Punkte verloren.

Ein Spieler wurde trotzdem gefeiert: Andi Loth, für den es bisher alles andere als eine närrische Saison war, beendete endlich seine Torflaute. Es lief gerade erst die dritte Minute, da spielte Mikael Wahlberg nach einem schönen Solo den Puck auf den Außenstürmer, der in Centerposition vor dem DEG-Tor stand. Und Loth hielt sich Gegenspieler Stefan vom Leib, legte den Puck auf die Rückhand und schob ihn mit dem Rücken zum Gehäuse am verdutzten Torhüter Trefilov vorbei in die Maschen.

Richtig filigran war das von der Kämpfernatur - und ein wertvolles Signal für die Gastgeber. Die drückten mit dem frühen Treffer im Rücken sofort auf’s Tempo. Strategie: Die stark ersatzgeschwächten Gäste, bei denen vier Stammkräfte fehlten, müde laufen. Gut sah das aus in der Folge: Das Tempo war hoch, die Chancen da - aber der Rückschlag leider auch.

In Form des Ausgleichs durch Neil Eisenhut, der vom Missgeschick Lipianskys profitierte. Der Stürmer bekam den Puck bei einer hohen Hereingabe so unglücklich an den Helm, dass er dem Torschützen praktisch auf die Kelle fiel. Auch die Proteste der Gastgeber wegen hohen Stocks nutzten nichts - nach acht Minuten stand es 1:1.



Torgefährlich: Andreas Loth, links, sorgt für Betrieb vor dem Düsseldorfer Tor. Torwart Andrej Trefilov und Torsten Kienass erwarten den Angriff. 

Die Huskies verloren dadurch kurzzeitig ihren Lauf, was Quintin, der bei einem Konter Jansson lässig stehen ließ und Daniel Kreutzer mit einem krachenden Schlagschuss fast zur DEG-Führung genutzt hätten. Rich Parent aber hatte einen ganz starken Tag erwischt. Der Torhüter wurde nach zahlreichen Paraden bereits im zweiten Drittel von den Fans mit "Bernie"-Gesängen gefeiert.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber ihre Schwächephase längst überwunden und lagen auch wieder in Front. Nach dem Auftaktbully dauerte es diesmal ganze 18 Sekunden, bis die Zuschauer jubeln durften. Thomas Daffner bediente Sven Valenti, der Trefilov mit einem flachen Schuss überwand. Abstreiter, der sichtlich beflügelte Loth und Lipiansky hätten bei guten Möglichkeiten frühzeitig für Ruhe sorgen können, scheiterten jedoch an Trefilov.

So kam im Schlussdrittel doch noch die Wende. Denn natürlich hatten auch die Düsseldorfer weiter ihre Chancen. Rich Parent aber war immer zur Stelle - bis zur 55. Minute. Erst hatte eine umstrittene Zeitstrafe gegen MacLeod für Unruhe gesorgt und den Huskies eine Überzahlchance genommen, dann spielte Stephan Retzer eine Fehlpass und plötzlich war Magnussen frei und traf zum Ausgleich. Parent warf vor Ärger den Schläger an die Bande.

Und die Laune des Torhüters sollte weiter sinken. Es kam einmal mehr zum Penaltyschießen. Während alle Huskies scheiterten, traf Jakobsen für die Gäste - und es war endgültig Aus mit der Karnevalsstimmung in Kassel.

SR: Lichtnecker (Bruckmühl)
Z: 4463
Tore: 1:0(2:25) Loth (Wahlberg), 1:1 (7:22) Eisenhut, 2:1 (20:18) Valenti (Daffner), 2:2 (54:35) Magnussen (Ficenec), 2:3 Jakobsen (Penalty)
Strafminuten Kassel 10, Düsseldorf 10.

 

HNA vom 17.02.2003 (HomePage: www.hna.de)

Andis Welt ist wieder im Lot 

KASSEL. Es gab Situationen in den letzten Monaten, in denen ist auch Andi Loth fast verzweifelt. Zuletzt etwa beim Spiel in Nürnberg, als der Puck nach seinem Schuss vom linken Innenpfosten rüberrutschte zum rechten und dann aus dem Tor heraussprang statt hinein. „Da habe ich mich schon gefragt: Muss das alles noch sein“, gestand der Stürmer der Kassel Huskies.

Es war wie ein Fluch: Kein Treffer in dieser Saison, keiner in der Schlussphase der vergangenen. Loth, der Kämpfer, konnte versuchen, was er wollte - der Puck fand einfach nicht seinen Weg. Sauste am Tor vorbei. Landete in Fanghänden. Oder eben am Pfosten. Fast ein Jahr lang ging das so. Seit Sonntag aber ist Andis Welt wieder im Lot. Ein feiner Schuss mit der Rückhand überraschte Düsseldorfs Torhüter Trefilov. Erstmals seit dem 26. Februar 2002 - damals beim 4:3 in Köln - konnte Loth wieder einen eigenen Treffer in einem Punktspiel bejubeln.

Der Stürmer war damit der einzige Kasseler Sieger bei der 2:3-Niederlage im Penaltyschießen gegen die Metro Stars. „Ein schönes Gefühl, wenn es endlich wieder geklappt hat“, sagt Loth, der nach dem Tor sichtlich befreit aufspielte. Denn „natürlich baut man sich Druck auf, leidet das Selbstvertrauen, wenn es einfach nicht mehr klappt mit dem Toreschießen“. Einen Treffer gab’s noch für die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft, einen weiteren Anfang des Monats im Testspiel gegen Braunlage.

Den Puck hat ein Mitspieler eingesammelt, beschriftet und auf seinen Platz in der Huskies-Kabine gelegt. „Die Jungs haben immer versucht, mich aufzubauen“, sagt Loth. Auch Trainer Gunnar Leidborg freute sich nach der Partie „wahnsinnig, dass Andi endlich wieder getroffen hat“. Dies war aber auch der einzige Anlass zur Freude nach einer Partie, in der die Gastgeber nach Valentis Treffer zum 2:1 eigentlich lange wie der Sieger aussahen. „Aber wir haben bei drei Spielen in dieser Woche vier Tore erzielt. Das zeigt klar, wo unsere Schwächen liegen“, befand der Schwede.

Zahlreiche vergebene Möglichkeiten führten dann auch dazu, dass die Düsseldorfer nach der höchst zweifelhaften Strafe gegen Jeff MacLeod („Ich bin sicher, dass ich nichts gemacht habe“) durch Magnussen zum Ausgleich und im Penaltyschießen sogar zum Sieg kamen.

„Es waren zwei verschenkte Punkte“, ärgerte sich auch Tobias Abstreiter. Und der Kapitän übte deutliche Kritik: „Wir spielen noch nicht das Eishockey, mit dem man in die Playoffs kommt. Wir müssen gradliniger und schneller sein.“ Auch Andi Loth warnte: „Wir müssen jetzt wirklich aufpassen. Es kann ganz schnell gehen und man ist plötzlich raus aus den Playoff-Rängen.“

Doch weil das Tore-Schießen bisher das größte Manko der Huskies ist, kann Loth vielleicht als positives Beispiel für die restlichen Vorrunden-Aufgaben herhalten. Denn was hofft der Stürmer nach dem ersten Saisontor? „Vielleicht explodiert’s ja jetzt.“

 

HomePage der DEG Metro-Stars 17.02.2003 (HomePage: www.deg-metro-stars.de)

Kassel ist für die DEG METRO STARS meist eine Reise wert. So war es auch beim zweiten Gastspiel der Rheinländer in dieser Saison. Und dies, obwohl die Vorzeichen denkbar ungünstig waren. Mit T. Vikingstad, M. Beaucage und M. Hart mussten gleich drei Stürmer verletzungsbedingt passen und mit B. Kühnhauser gesellte sich noch ein vierter im Laufe des Spiels dazu. Auch das Spiel an sich fing dankbar ungünstig für die Gäste an - mit einem Gegentor. Dies konnte die DEG METRO STARS aber nicht weiter aus der Bahnwerfen und keine fünf Minuten später war der ursprüngliche Gleichstand wieder hergestellt. Mit dem Kopf noch in der Kabine schienen die Düsseldorfer dann zu Beginn des Mitteldrittels zu sein. Nur 18 Sekunden waren gespielt, als die Kassel erneut in Führung gehen konnten. In der Folge wirkten die Kassler etwas stärker, verließen sich aber zunehmend auf die Defensive, mit dem die DEG METRO STARS nicht so richtig zurecht kamen. Hier machte sich dann auch der Umstand bemerkbar, dass zwei der besten Stürmer nicht mit dabei waren. Im Schlussabschnitt schien den Gästen dann die Zeit wegzulaufen und als T. Kienass auch noch auf die Strafbank musste rückte ein Punktgewinn in weite Ferne. Doch ein Huskie tat es ihm kurze Zeit später gleich. Mit mehr Platz auf dem Eis und bei vier gegen vier klappte es dann doch noch. Mannschaftskapitän T. Magnussen erzielte den Ausgleich und sicherte schon mal einen Punkt. Im Penalty-Schiessen haben die DEG METRO STARS mit A. Trefilov eine Bank im Rücken, die meist für den zweiten Punkt steht. So war es auch diesmal. Fünf Kassler Versuche reichten nicht, um ihn zu überwinden. Auf der anderen Seite traf T. Jakobsen und sorgte so für den zweiten Punkt aus Düsseldorfer Sicht.

Das Spiel in Zahlen: 1:0 (02:25) Loth (Wahlberg, Retzer), 1:1 (07:22) Eisenhut (Stefan, Pöttinger), 2:1 (20:18) Valenti (Daffner, Abstreiter), 2:2 (54:35) Magnussen (Ficenec, Christian), 2:3 (60:00) Jakobsen (Penalty); Strafzeiten: Kassel Huskies 10, DEG METRO STARS 10, Schiedsrichter: Lichtnecker; Zuschauer: 4463