Huskies-Online vom 27.02.2003 (HomePage: www.huskies-online.de)

Huskies gelingt die Revanche gegen Freezers

Eine völlig andere Mannschaft als noch beim Auswärtsspiel in Hamburg präsentierte sich am heutigen Abend den knapp 4.000 Zuschauern. Von Beginn an konzentriert und mit dem spürbaren Willen, die deftige Niederlage wieder wett zu machen, bestürmten die Kassel Huskies das Tor der Hamburg Freezers in fast ungewohnter Art und Weise und wurden dafür mit dem glatten Sieg belohnt.

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen trafen die Huskies auf die Freezers und die Kasseler hatten sich einiges vorgenommen nach der deutlichen Niederlage am Dienstag in Hamburg. Schließlich standen sie einem direkten Konkurrenten um den Einzug in die Play-Offs gegenüber und wollten beweisen, dass sie ihre noch immer gute Ausgangsposition nicht leichtfertig vergeben würden. Und es klappte wie erhofft für die Nordhessen. Bereits in der 3. Minute gelang Wahlberg die wichtige frühe Führung zum 1:0, weil er vehement nachsetzte und den Puck an Freezers-Keeper Roussons Schonern vorbei über die Linie drückte. Befreit von diesem Treffer agierten die Huskies weiter druckvoll und bei Daffners Schuss aus halblinker Position war Rousson erneut gefordert (4.). Doch auf der Gegenseite brachte der erste wirklich gelungene Angriff der Hamburger den 1:1 Ausgleich: Miller verwertete aus unübersichtlicher Situation mit einem Drehschuss (7.). Das allerdings schockte die Kasseler wenig, denn nur 31 Sekunden dauerte die Freude der Freezers, bis Nedved nach schönem Peterson-Solo zum 2:1 vollendete. In der Folge waren die Hausherren weiterhin spielbestimmend, mussten jedoch immer wieder besonders auf House achten, der Kassels Torsteher Parent mit zwei guten Einschussmöglichkeiten prüfte, ohne damit erfolgreich zu sein (11./14.). Für die Huskies hatte Top-Scorer Serikow schließlich die beste Chance, scheiterte aber ebenso wie Lindmark kurz darauf am gut reagierenden Rousson (16.). Auch im Mittelabschnitt setzten die Kasseler die bis dahin gefahrene Linie mit Einsatz, Körperspiel und klugen Angriffen fort. Einzig das altbekannte Manko der Verwertung von Tormöglichkeiten verhinderte eine höhere Führung. So mussten sich Wahlberg, insbesondere nach einem Solo, Jansson, Valenti und Loth den Fangkünsten von Rousson beugen, während sein Gegenüber Parent lediglich sporadisch geprüft wurde, da die Abwehr wesentlich sicherer als noch am Dienstag stand. In der 34. Minute wurde Parent allerdings von Schüssen nur so eingedeckt, weil Schiedsrichter Chvatal plötzlich zweifelhafte Strafen gegen Kassel verteilte und den Freezers eine 5:3 Überzahl gönnte, die diese jedoch dank gemeinsamer Gegenwehr der Huskies nicht nutzen konnten. Den Schlusspunkt eines interessanten Drittels setzte Lipiansky mit einem Kracher an den rechten Pfosten (39.). Nachdem sich im letzten Spielabschnitt beide Mannschaften zunächst neutralisierten, erzielte Mikesch nach fünf Partien ohne Power-Play-Treffer das erlösende und völlig verdiente 3:1 (47.). Als dann vorerst Valenti an Rousson und von Stefenelli an Parent verzweifelten, stellte Valenti mit dem 4:1 endgültig die Weichen auf Sieg (54.) und gleichzeitig den Endstand her.


Kassel Huskies - Hamburg Freezers 4:1 (2:1/0:0/2:0)

Tore:  1:0 (2:42) Wahlberg (Serikow, Loth),
            1:1 (6:53) Miller,
            2:1 (7:24) Nedved (Peterson),
            3:1 (46:29) Mikesch (Robitaille, Peterson - 5:4),
            4:1 (53:58) Valenti (Abstreiter, Daffner)


Strafzeiten: Kassel 16 - Hamburg 14    Schiedsrichter: Chvatal (Waldkraiburg)    Zuschauer: 3.939

Vorschau:    Sonntag, 02.03.2003, 18:30 Uhr, Iserlohn Roosters - Kassel Huskies
                     Freitag, 07.03.2003, 19:30 Uhr, Krefeld Pinguine - Kassel Huskies
                    Sonntag, 09.03.2003, 19:00 Uhr, Kassel Huskies - Augsburger Panther

 

 



Das Maskottchen der Huskies winkt die Mannschaft
raus auf's Eis...

 

     

Diesmal ganz dicht am Eis - 5.Reihe - und ganz nah an
der Huskies-Boxengasse.

 

    

Wer hätte nach der 1:6-Schlappe vom Dienstag ernsthaft damit
gerechnet, dass die Huskies die Freezers heute mit 4:1 abtauen würden?

 

   

Jan Münster war der erste, der nach dem Spiel noch mal auf's Eis ging...

 



Die jubelnden Huskies mit Captain Tobias Abstreiter bedanken
sich bei ihrem Publikum...


HNA und HNA-Online vom 28.02.2003 (HomePage: www.hna.de)
Von Frank Ziemke

Playoffs sind zum Greifen nah

Kassel - Hamburg 4:1. Huskies überzeugen kämpferisch und spielerisch

KASSEL. 330 Kilometer liegen zwischen Hamburg und Kas­sel. 48 Stunden lagen zwischen den zwei Partien der Freezers gegen die Huskies. Und die Überwindung von Raum und Zeit hat bei Kassels Eis­hockeyspielern einen wunder­samen Wandel bewirkt. Mit ei­ner spielerisch überzeugenden und vor allem kämpferisch einwandfreien Leistung lan­deten die Huskies einen so kaum erwarteten 4:1 (2:1, 0:0, 2:0)-Sieg und ließen das de­primierende 1:6-Debakel vom Dienstag vergessen.

Bärenstarker Wahlberg schießt das 1:0

Wichtiger noch als die Revanche: Diese drei Punkte wa­ren ein ganz wichtiger Schritt Richtung Playoffs in der Deut­schen Eishockey Liga. Iser­lohn, Auswärtsgegner am Sonntag, liegt nun acht Punk­te zurück und steht heute in Mannheim unter Zugzwang. Ein gelungener Auftakt macht Mut. Und die Huskies hatten einen gelungen Auf­takt. Keine drei Minuten wa­ren gespielt, da lag der Puck erstmals im Freezers-Gehäu­se. Andi Loth hatte sich hinter das Tor gespielt, Alexander Serikow war am kurzen Pfos­ten zunächst noch an Keeper Rousson gescheitert, doch Mi­kael Wahlberg stocherte die Scheibe im Nachsetzen über die Linie. Tore - das beste Mit­tel, den Frust von Hamburg zu bekämpfen. Und die Gastge­ber machten so beflügelt mun­ter weiter. Setzten die Freezers unter Druck. Erspielten sich Chancen. Verkrafteten auch einen Rückschlag.

Der kam, als Jason Miller mit einem Schuss aus der Dre­hung der überraschende Aus­gleich gelang (7.). Die Antwort kam fast im Gegenzug. Brent Peterson startete ein Solo vom rechten Flügel, Rousson parier­te, doch Zdenek Nedved war zur Stelle und sorgte für das 2:1. Wie­ der ein Treffer, weil die Huskies diesmal auch die Nachschüsse bekamen. Fortan entwickelte sich eine hochklassige Partie, die von den Zuschauern immer wieder mit Ovationen und begeister­ten Anfeuerungsrufen für ihr Team begleitet wurde. Denn natürlich gibt sich ei­ne Mannschaft wie die Ham­burger nicht kampflos ge­schlagen. Die Freezers suchten ihre Chance, nahmen den of­fenen Schlagabtausch an. Tor­jäger House mit einem tollen Solo (14.), Drurys Schuss, der Rich Parent zu einer Glanztat zwang (25.), Stevens in Über­zahl (34.) - die Gäste waren stets gefährlich.

Die Mehrzahl an Möglich­keiten aber besaßen die Huskies. Örjan Lindmark setzte Rousson mit einem Schuss auf die Maske kurzzeitig außer Gefecht (16.), der bärenstarke Wahlberg wurde bei tollen So­loläufen erst von Rousson auf­gehalten (21. und 28.), der deutlich verbesserte Jan Lipiansky hatte Pech mit einem Pfostenschuss (39.). Bezeichnend für die tadel­lose Einstellung der Gastgeber waren aber nicht nur diese Möglichkeiten. Bei einer kurz­zeitigen 3:5-Unterzahl (34.) warfen sich die Spieler nicht nur in jeden Schussversuch der Hamburger, Jeff MacLeod besaß sogar noch eine Konter­chance. Rousson musste sein ganzes Können aufbieten, um den Vorstoß des Verteidigers zu stoppen.

Das vorentscheidende drit­te Tor also lag mehrfach in der Luft. Es fiel im letzten Drittel. Und es fiel, man glaubt es kaum, in Überzahl. Nach zu­vor sechs Partien mit zumeist qualvoll anzusehenden und erfolglosen Versuchen, brach Pat Mikesch nach Vorarbeit von Stephane Robitaille den Bann auch bei personeller Überzahl. Wenn es klappt, dann klappt halt alles. Das dachte sich auch Sven Valenti, der fünf Minuten später aus spit­zem Winkel einfach abzog und den vierten Treff er nachlegte. „Nur noch zwei“, forderten die Fans. Damit wurde es zwar nichts mehr, doch der Stim­mung tat das keinen Abbruch.

Schließlich sind die Playoffs nun zum Greifen nah.

SR: Chvatal (Waldkraiburg); Z: 3939, Tore: 1:0 (2:42) 1:0 Wahlberg, 1:1 (6:53) Millen, 2:1 (7:24) Nedved (Peterson), 3:1 (46:29) Mikesch (Robitail­le, Peterson ‑ 5:4), 4:1 (53:58) Valenti (Abstreiten, Daffner), Strafminuten Kassel 16 - Hamburg 14



Gefahr vor dem Tor: Huskies-Stürmer Pat Mikesch (links) taucht vor dem Hamburger
Gehäuse auf und beschäftigt Torwart Boris Rousson und Jeff Tory.
FOTO: FISCHER

 

Hamburg-Freezers-Online vom Freitag, 28.02.2003 (HomePage: www.hamburg-freezers.de)

1:4-Niederlage in Kassel

Mit einem 1:4 (1:2; 0:0; 0:2) kehrten die Hamburg Freezers gestern Abend aus Kassel zurück. Damit revanchierten sich die Huskies für das 1:6 vergangenen Dienstag in Hamburg. In einem Spiel mit Play Off-Charakter konnte zunächst Jason Miller in der 7. Minute die Führung der Gastgeber ausgleichen. In der Folgezeit nutzten die Huskies ihre Chancen jedoch konsequent aus und sorgten im letzten Abschnitt mit zwei Toren für die Entscheidung. Sean Simpson: "Es war ein spannendes Spiel mit hohem Tempo. Wir haben alles gegeben, Kassel hat seine Chancen jedoch konsequent genutzt. Nach dem Sieg am Dienstag gegen Kassel hat man wieder einmal gesehen, wie ausgeglichen die Liga ist."

 

DEL-HomePage: www.del.org
27.02.2003

Kassel gelingt Revanche gegen Hamburg

Sven Valentis schoss das 4:1 gegen HamburgNur zwei Tage der 6:1-Niederlage in Hamburg gelang den Kassel Huskies heute vor heimischer Kulisse eine 4:1 (2:1, 0:0, 2:0)-Revanche gegen die Freezers. Die deutlich aggressiver auftretenden „Schlittenhunde“ gingen bereits in der dritten Spielminute durch ihren Center Mikael Wahlberg (3.) in Führung. Der Ausgleich durch Miller (7.) brachte das Team von Trainer Gunnar Leidborg nicht aus dem Spiel. Zdenek Nedved (8.) stellte den Ein-Tore-Vorsprung umgehend wieder her.

Nach einem torlosen, aber äußerst temporeichen Mitteldrittel mit Play-off-Charakter baute Pat Mikesch (47.) im Powerplay die Führung aus. Die wie ausgewechselt spielende Kassler Mannschaft ließ sich den Sieg und die wichtigen drei Punkte im Kampf um die Play-off Teilnahme nicht mehr nehmen. Sven Valenti (54.) gelang sogar noch das 4:1.

Aufgrund des schwachen Defensivverhaltens der Freezers, vermochte auch ein erneut glänzend parierender Boris Rousson die heutige Niederlage nicht zu verhindern. Kassel klettert somit wieder auf den siebten Tabellenplatz ( 75 P.), Hamburg ist mit 73 Zählern Achter.

 

HNA vom 27.02.2003 (HomePage: www.hna.de)

Huskies sinnen heute auf Revanche

 Nach dem 1:6 in Hamburg wollen Kassels Eishockeyspieler heute den Spieß umdrehen

Hier geht's zur HomePage der Kassel-Huskies...HAMBURG. Gunnar Leidborg ist sauer. „Ich verstehe nicht, warum wir in Hamburg nicht mit der gleichen Einstellung in das Spiel gegangen sind, wie am Freitag bei unserem 1:0-­Sieg gegen Mannheim“, sagte der Huskies-Trainer nach dem 1:6 (1:3, 0:2, 0:1) seiner Mann­schaft bei den Freezers. Allerdings: Schon heute ha­ben die Huskies die Chance, die Scharte auszuwetzen und gegen den gleichen Gegner den Spieß umzudrehen. Die Partie zwischen den Huskies und den Freezers beginnt heu­te Abend um 19:30 Uhr (live auf Premiere) in der Kasseler Eissporthalle.

Bei einer Niederlage beginnt das große Zittern

Gewinnen die Huskies, dann dürfen sie sich schon mal auf die Playoffs einstellen, doch bei einer Niederlage be­ginnt das große Zittern, wird die Entscheidung womöglich erst am 9. März, dem letzten Punktrundenspieltag, fallen. Leidborg hat seine Spieler gestern noch mal an das starke Spiel, das den 1:0-Sieg über die Mannheimer Adler brachte, erin­nert. Beim Heim­spiel am 21. Fe­bruar hatten die Fans nämlich schon einen Vorgeschmack auf die Playoffs be­kommen, so groß waren der Einsatz und der unbedingte Wille zum Sieg.

Am Dienstag in Hamburg war das anders. Da präsentier­ten sich die Huskies so unkon­zentriert, dass sie bereits nach sieben Minuten schier hoff­nungslos mit 0:2 in Rückstand geraten waren. Und als sie sich nach Lipianskys Anschluss­treffer gerade wieder zurück­gemeldet hatten, da fiel noch vor der ersten Pause das vor­entscheidende 1:3. Und wieder sah die Huskies-Defensive nicht besonders gut aus. Danach war die Taktik, aus einer gesicherten Defensive heraus zu agieren, natürlich über den Haufen geworfen. Die Folge: die Huskies rannten an und boten dem Kontrahenten zwangsläufig zu viel Platz, um seine gefährlichen Konter durchzuziehen.

Münster: Nicht wirklich auf dem Eis gestanden

Auch Jan Münster hat den Spielverlauf in der Color Line Arena in schlechter Erinne­rung. Der Huskies-Torwart, der im letzten Drittel Rich Parent zwischen den Pfosten ab­löste, war ernüchtert vom Ge­schehen. „Wir haben in den ersten beiden Dritteln nicht wirklich auf dein Eis gestan­den. Beim Heimspiel am Don­nerstag werden wir uns aber anders präsentieren“, glaubt Münster. So sieht es auch Freezers-­Trainer Sean Simpson. „Dienstag ist abgehakt. Wir müssen uns am Donnerstag in Kassel steigern.“

Hamburg: Rousson - Crowley, Andrusak - Molling, von Steffenelli - Tory, Köpp­chen - Smazal, Sulzer - Schneider, Drury, Sulkovsky - P. Abstreiter, Lachance, Wite­hall - Stevens, Belanger, Hou­se - Dolak, Miller, Kofler.
Kassel:
Parent (ab 41. Münster) - Lindmark, Teljukin - Robitaille, MacLeod - S. Ret­zer, Schlegel - Valenti, Abstrei­ter, Nedved - Lipiansky, Wahl­berg, Serikow - Peterson, Mikesch, Daffner - Loth, Der­raugh, C. Retzer
Schiedsrichter:
Rademaker (Krefeld) - Z: 12 759

Tore: 1:0 (2:20) Stevens (Be­langer, House), 2:0 (6:14) Dru­ry (Witehall, Tory - 5:4), 2:1 (12:11) Lipiansky (MacLeod), 3:1(19:28) House (Molling), 4:1 (27:12) Stevens (Belanger, House), 5:1 (35:00) Witehall, 6:1 (58:17) House (Belanger, Andrusak - 4:5)

Strafminuten: 18 - 10.

 

Vor dem ersten Bully

Heute, 19:30 Uhr, Eissporthalle Kassel

Personal: Lars Jansson, der in Hamburg (Bluterguss im Knie) fehlte, wird heute seinen Platz in der Verteidigung ne­ben Örjan Lindmark wieder einnehmen.

Aufstellung: Trotz einiger Schwächen in Hamburg hütet Rich Parent wieder das Tor. Im Angriff werden Andi Loth und Jan Lipiansky die Plätze tau­schen.

Formbarometer: In Hamburg waren die Huskies ihn Ver­gleich zum Heimspiel gegen Mannheim nicht wiederzuer­kennen. Es fehlten vor allem Entschlossenheit und Sieges­wille.
Personal: In den Reihen der Hamburg Freezers stehen nicht weniger als vier Ex-Hus­kies: Ted Crowley, Jochen Mol­ling, Jeff Tory und Thomas Do­lak.

Aufstellung: Klar, dass Ham­burgs Trainer Sean Simpson gegenüber dem 6:1-Sieg vom Dienstag nicht über Verände­rungen in seiner erfolgreichen Mannschaft nachdenkt.

Formbarometer: Stevens, Be­langes, House: Diese Sturmrei­he spielte am Dienstag mit viel Einsatz und großer Effektivi­tät. Das Trio muss heute bei der Revanche in Kassel ge­bremst werden.
Bisherige Duelle: Die Freezers haben die Nase vorn. Nach zwei von bisher drei Partien gingen sie als Sieger vom Eis. Die Hus­kies gewannen am 1. Dezember ihr erstes Heimspiel mit 2:1.